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Einfahrt in Panamakanal bei Balboa

Die Stadt Balboa befindet sich am pazifischen Ende einer der technischen Glanzleistungen der Welt, dem Panamakanal. Lange Zeit war die Stadt Verwaltungszentrum der Panamakanalzone und auch US-Territorium, bis sie am 31. Dezember 1999 an Panama zurückgegeben wurde. Die 77 Kilometer (48 Meilen) lange Route, die hier beginnt und auf der karibischen Seite endet, entfaltet sich wie ein monumentales Epos.

Über zehn Jahre bohrten Zehntausende Arbeiter Löcher für Dynamit, bedienten rauchende Dampfschaufeln und quälten sich mit Kreuzhacken durchs Gestein, immer unter der Gefahr, an Malaria zu erkranken. Als die französischen Konstrukteure des Suezkanals schließlich in Panama aufgaben, waren es US-amerikanische Arbeitsteams, die erfolgreich Berge versetzten und sich den Weg durch das Nadelöhr eines ganzen Kontinents schlugen. Wie David McCullough in The Path Between the Seas (dt. „Sie teilten die Erde“) nacherzählt, war es eine Kombination aus schierer menschlicher Machtentfaltung und damaliger Ingenieurkunst, die diese Glanzleistung ermöglichte. Und so erspart der Panamakanal noch heute vielen Seeleuten die gefährliche, fast 13.000 Kilometer (8.000 Meilen) lange Fahrt um die Spitze Südamerikas. Im Jahr 2016 wurde die Kapazität des Kanals durch Erweiterung mehr als verdoppelt, wodurch sichergestellt wurde, dass er auch weiterhin eine wesentliche Rolle in der weltweiten Schifffahrt spielen wird.

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