Die üppigen Täler und spektakulären Wasserfälle von Seyðisfjörður gehören zu den malerischsten Sehenswürdigkeiten an der isländischen Ostküste. An der Spitze des Fjordes liegt die farbenfrohe und lebendige Stadt Seyðisfjörð und hat dank dem LungA Art Festival und den Konzerten in der Blauen Kirche im Sommer eine blühende Kunst- und Musikszene. Das ganzjährig geöffnete Skaftfell Center for Visual Art stellt Arbeiten junger Künstler aus und beherbergt außerdem ein beliebtes Bistro und eine Buchhandlung. Seyðisfjörð wurde im 19. Jahrhundert von norwegischen Siedlern gegründet, die einige der bunt bemalten Holzbauten, die man heute sehen kann, errichteten. Die Stadt mit 700 Einwohnern hat ihre Verbindung zum europäischen Festland bewahrt: Es ist der einzige Hafen in Island, in dem regelmäßig Passagierschiffe aus Europa über einen Fährdienst von und nach Dänemark und den Färöer-Inseln abgefertigt werden. Die Bewohner in der Umgebung von Seyðisfjörð sind eher wilde Rentiere – die ursprünglich aus Norwegen importiert wurden und die einzigen Tiere dieser Art in Island sind – und Polarfüchse, während Robben und Schweinswale die Küste entlangschwimmen. Viele einheimische Vogelarten, darunter Papageitaucher und Küstenseeschwalben, nisten im Gebiet um die Stadt, mit Dutzenden von Arten in Skálanes, einem Naturschutzgebiet und Forschungszentrum. Weiter entfernt befinden sich Islands größter Wald, einer der höchsten Wasserfälle des Landes und viele Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und Kajakfahren.