Sie verlassen die Hafenstadt Le Havre in Richtung Rouen und lernen die bewegte Geschichte des zweitlängsten Flusses Frankreichs, der Seine, kennen, die sich über fast 780 Kilometer (485 Meilen) von der Normandie bis nach Burgund erstreckt. Le Havre war im Zweiten Weltkrieg starken Bombardierungen ausgesetzt und wurde danach durch den Architekten Auguste Perret, einem Vertreter der Moderne, gänzlich wiederaufgebaut und 2005 von der UNESCO zur Weltkulturerbestätte ernannt. An der als Crique de Rouen bekannten Wasserstraße mündet die Seine in den Ärmelkanal. Hier liegt die bezaubernde Hafenstadt Honfleur mit ihren schmalen Fachwerkhäuschen aus der Zeit vom 16. bis 18. Jahrhundert. Danach mäandert der Fluss durch den Parc Naturel Régional des Boucles de la Seine Normande, einem 80.000 Hektar (198.000 Morgen) großen Naturpark mit den unterschiedlichsten Landschaften, von tiefen Tälern bis zu mit Bäumen gesäumten Hügeln und weitläufigen Weiden. Dazwischen setzen historische Dörfchen mit reetgedeckten Häuschen und alten Kirchen sowie uralte Abteien aus Stein und vornehme Châteaus ihre Akzente. Rouen, die Hauptstadt der Normandie, erhebt sich von den Ufern der Seine wie ein Gemälde. Tatsächlich war die Stadt Lieblingsmotiv des französischen Impressionisten Claude Monet. Die herausragendste der vielen bedeutenden Kirchen der Gotik ist die Kathedrale von Rouen mit auffallender Turmspitze aus Gusseisen und zwei Türmen, die in den Himmel ragen.