Der Saguenay befindet sich im Norden von Québec und mündet in den Sankt-Lorenz-Strom. Er ist der südlichste Fjord in der nördlichen Hemisphäre. Der Fjord und die ihn umgebenden Wälder waren jahrhundertelang die Nahrungsquelle der einheimischen Völker, aber die europäischen Siedler brauchten im späten 19. Jahrhundert nur etwa 50 Jahre, um die Gegend abzuholzen. Im Jahr 1970 begannen die Behörden von Québec mit dem Kauf von Land entlang des Fjords mit dem Ziel, die Region als Nationalpark namens Saguenay Fjord National Park (Parc national du Fjord-du-Saguenay) zu schützen. Dieser entstand schließlich im Jahr 1983. Der Nationalpark ist in drei Hauptbereiche untergliedert: Baie-de-Tadoussac in der Nähe der Fjordmündung, Baie-Sainte-Marguerite und, am weitesten landeinwärts, Baie-Éternité.
Seine spektakuläre Lage mit dem breiten Fluss Saguenay entlang steiler, bewaldeter Klippen macht den Fjord zu einem beliebten Ganzjahresziel für Kajakfahren, Wandern und Langlaufskifahren. Der Fjord bildet auch die Grundlage für ein faszinierendes Ökosystem, das eine Vielzahl von umherziehenden Walen beherbergt, wodurch auch Walbeobachter gern hierherkommen. An seinen mit Koniferen bewachsenen Ufern bietet der Park Schutz für Bieber, Schwarzbären, Luchse und Elche.