Der fast 1.200 Kilometer (750 Meilen) lange Sankt-Lorenz-Strom ist das Paradies für Liebhaber von Leuchttürmen, denn allein in Québec säumen mehr als 40 von ihnen das Ufer. Unberechenbares Wetter und plötzlich aufkommende Wellenbildung waren der Anlass für die Errichtung dieser historischen Wahrzeichen, z. B. des 1830 gebauten Leuchtturms in Pointe-des-Monts und der Phare de Matane. Beide sind heute kleine Museen.
Jahrhundertealte Fischerdörfer reihen sich entlang des mächtigen Stroms und wechseln sich ab mit hochaufragenden Klippen, Hochebenen und breiten Mündungen von Nebenflüssen voller kleiner fruchtbarer Inseln. Seit ca. 10.000 Jahren fischen Menschen in diesen fischreichen Gewässern und jagen in seinem Einzugsbereich. Vieles über die etwa zwei Dutzend Irokesenstämme, die schon zur Zeit der Ankunft des Stadtgründers von Québec, Samuel de Champlain im frühen 17. Jahrhundert verschwunden waren, ist noch unbekannt. Der Strom war einer der Hauptrouten bei der Erkundung Nordamerikas. Während des Siebenjährigen Krieges kamen die Briten nach Québec und schlugen die Franzosen auf den Ebenen von Abraham. 320 Kilometer (200 Meilen) des Flusses werden heutzutage als die „Route der Wale“ bezeichnet, wo 13 einheimische Arten leben, u. a. Blau-, Beluga- und Glattwale.