Vancouver Island ist mit seinen schneebedeckten Gipfeln vom Pazifischen Ozean umgeben, ungefähr so groß wie Holland und damit die größte Insel an der Westküste Nordamerikas.
Diese langgezogene, otterförmige Landmasse erstreckt bis hinunter zum „Fäustling“ des US-Bundesstaats Washington. Hier herrscht das mildeste Klima Kanadas, das dichte gemäßigte Regenwälder begünstigt, die sonst sehr selten sind. Darunter sind auch einige sehr alte Baumgruppen zu finden. Eine spezielle rote Zeder auf Meares Island ist über 1.500 Jahre alt und hat einen Umfang von 18 Metern (60 Fuß). Mindestens 11 voll ausgewachsene Hemlocktannen gesellen sich an ihre Seite. In dieser üppigen, belaubten Umgebung kommen auch die weltweit umfangreichsten Populationen von Pumas und Schwarzbären vor.
Das UNESCO Biosphärenreservat Clayoquot Sound (ausgesprochen: „klækwɑt“) erstreckt sich über 8 Prozent der Insel. Dieses zieht sich um Tofino herum, der flippigen, am Ende der Welt gelegenen Stadt, die sich zur Surfer-Hauptstadt des Landes entwickelt hat. Es wird erzählt, dass Kriegsdienstverweigerer, die nicht in den Vietnamkrieg ziehen wollten, den Einheimischen beibrachten, wie man Longboards schnitzt. Heute betreiben die beiden berühmten Bruhwiler-Brüder, Raph und Sepp, jeweils eine eigene Surfschule (Bruhwiler Surf School und Westside Surf). Daneben gibt es auch noch Kanadas erste Surfakademie für Frauen (an der aber beide Geschlechter willkommen sind).