Der Oslofjord ist kein Fjord im geologischen Sinne, sondern vielmehr eine riesige Wasserfläche, die sich fast 100 Kilometer (62 Meilen) im Süden der norwegischen Hauptstadt erstreckt. Fast die Hälfte der norwegischen Bevölkerung lebt nur eine Autostunde vom Fjord entfernt, sodass es an der Küste viel zu sehen gibt – von Inseln und Schären bis hin zu großen Städten.
Die malerische Küstenstadt Drøbak markiert den Eingang zum inneren Oslofjord, wo sich die Wasserstraße verengt und die Inseln zunehmend bewohnt werden. Möwen, Austernfischer, Seeschwalben und Gänse werden häufig entlang dieser Gewässer gesichtet, ebenso wie unzählige Fischerboote.
Die Region Oslofjord ist der wärmste Teil Norwegens, und an Sommertagen eilen die Einheimischen zu ihren Booten, um den Sonnenschein zu genießen. Viele Norweger besitzen entlang des Küstenstreifens oder auf den Inseln unverwechselbare Hütten. Das angenehme Klima lockt Siedler bereots seit der Stein- und Bronzezeit an. Einige der besterhaltenen Wikingerschiffe der Welt wurden in dieser Gegend entdeckt.
Der Fjord war im 2. Weltkrieg ein strategisch wichtiger Wasserweg. Deshalb finden sich neben den historischen Wahrzeichen an seinen Ufern auch viele alte Militäranlagen.