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Besichtigungsfahrt der Jan-Mayen-Insel

Nähert man sich mit dem Schiff dieser abgelegenen Insel mitten im Europäischen Nordmeer und erhascht einen Blick durch den Nebel auf den gigantischen, mit Eis bedeckten Vulkan, so fragt man sich, wie auf dieser einsamen kleinen Insel überhaupt jemand leben kann. Und tatsächlich ist diese 373 Quadratkilometer (144 Quadratmeilen) große Insel – etwa 1.000 Kilometer (620 Meilen) westlich von Norwegen und 500 Kilometer (300 Meilen) östlich von Grönland – größtenteils unbewohnt. Neben dem überschaubaren Personal einer Wetter- und Navigationsstation sind die einzigen Lebewesen in dieser öden Landschaft die zahlreichen Meeresvögel auf den Klippen. Die Insel wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts von dem Engländer Henry Hudson entdeckt und nach Jan May, einem holländischen Schiffskapitän, benannt, der ab 1615 mehrere Walfangbasen an der Küste errichtete. Bis 1642 waren die Wale durch die Jagd beinahe ausgelöscht worden, und die Insel wurde aufgegeben. 1921 eröffnete Norwegen eine meteorologische Station. Neun Jahre später wurde Jan Mayen Teil des norwegischen Königreiches. Die auffallendste Landschaftsmarke der Insel ist der 2.277 Meter (7.470 Fuß) hohe Beerenberg, der das Bild der Nordhälfte der Insel prägt und der nördlichste aktive Vulkan der Erde ist. Zuletzt brach er 1985 aus.

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