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Kavala (Neapolis), Griechenland

Nordgriechenland wird als Reiseziel oft übersehen, und viele werden noch nicht einmal von der mazedonischen Hafenstadt Kavala gehört haben. Aber die Stadt und die Region, die sie eröffnet, sind sowohl malerisch als auch kulturell bedeutend, mit einer Geschichte, die sowohl die Klassik als auch die Moderne umfasst. Kavala selbst ist der Inbegriff dieser Mischung von Einflüssen. In der Antike war sie als Neapolis oder „Neue Stadt“ bekannt. Sie war lange Zeit eine der ersten Anlaufstellen für Händler aus dem Nahen Osten und ermöglichte den Zugang zu den Märkten Europas. Der vielleicht berühmteste Reisende in diese Richtung versuchte jedoch nicht, Waren zu verkaufen, sondern Ideen. Der heilige Paulus landete hier im Jahre 49 n. Chr. und die von ihm gegründete Gemeinde war eine der ersten, die auf dem Kontinent florierte. Später war der Hafen wichtig für Normannen, Franken, Venezianer und die Osmanen; im 19. Jahrhundert wurde er durch den Export der lokalen Tabakernte reich. Heutzutage führen die Gassen der osmanischen Altstadt noch immer zu einer byzantinischen Zitadelle und Kavala bietet einen faszinierenden Zugang zu Nordgriechenland.

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