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Milford Sound, Neuseeland

Der Milford Sound, oder Piopiotahi (wie die Maori ihn nennen), liegt an der Westküste der Südinsel von Neuseeland. Der erste, der ihn als das achte Weltwunder bezeichnete, war kein Geringerer als Rudyard Kipling, der ja schon einige wunderschöne Orte gesehen hatte. Sobald Sie den 15 Kilometer (9 Meilen) langen Sund hinauffahren und die schneebedeckten Gipfel sehen – der höchste erreicht eine Höhe von 1.517 Metern (4.977 Fuß) – werden Sie Kiplings Begeisterung verstehen.

Obwohl er als Sund bezeichnet wird, handelt es sich eigentlich um einen Fjord – eine schmale Meeresbucht, die im Laufe von Jahrtausenden durch die Erosionskraft der Gletscher geformt wurde. Lang ist seine geologische Geschichte, seine menschliche aber nicht. Man geht davon aus, dass zuerst die Maori vor 1.000 Jahren den Sund und den Rest der Gegend, die jetzt zum Fiordland Nationalpark gehört, erforschten. Kapitän Cook folgte 1770. Aber weder die Maori, noch die Europäer errichteten nennenswerte permanente Siedlungen und das Land war noch in einem ursprünglichen Zustand, als 1952 der Fiordland Nationalpark, Neuseelands größter Nationalpark, eingerichtet wurde. Obwohl zahlreiche Wanderwege den Park durchqueren, hat man den schönsten Blick vermutlich vom Wasser aus, wo die blanken Felsen sich über Ihrem Schiff auftürmen, wenn Sie sich durch diese majestätische Landschaft bewegen.

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