Die Straße von Messina ist ein schmaler Wasserweg zwischen Sizilien und Kalabrien, der südlichsten Region auf dem italienischen Festland. Trotz ihrer relativ geringen Länge hat die Straße von Messina eine Menge einzigartige Qualitäten vorzuweisen, wodurch eine Passage hier zu den dramatischeren im Mittelmeer gehört. Da ihre schmalste Stelle weniger als drei Kilometer (zwei Meilen) breit ist, führt dies zu einem natürlichen Nadelöhr und einem einzigartig geschützten Ökosystem – eine Tatsache, die viele Zugvögel anzieht. Diese Gegend, bekannt für ihre vielen Greifvögel und Störche, gehört zu den besten Orten für Vogelbeobachter in Europa. Auch Wale durchschwimmen diese Meeresstraße und steigern so noch einmal ihre Artenvielfalt.
Die Straße von Messina ist auch integraler Bestandteil der griechischen Mythologie, besonders als Sitz von Skylla und Charybdis, zwei mythischen Meeresungeheuern, die Seeleute in Angst und Schrecken versetzten. Diese Legende ist auf die felsigen Untiefen auf der kalabrischen Seite und den Strudel auf der sizilianischen Seite zurückzuführen. Diese Gefahren der Natur bilden auch den Ursprung der Redewendung „zwischen Skylla und Charybdis sein“, also in einer schier ausweglosen Situation gefangen. Heutzutage ist die Durchquerung aber einfach und ungefährlich und es bieten sich Gelegenheiten, Flora und Fauna im Schatten des Ätna zu beobachten.