Für eine „Gasse“ ist diese „Alley“ ziemlich lang. Die Glacier Alley, oder eleganter ausgedrückt, die „Avenue of the Glaciers“, erstreckt sich über einen großen Bereich des Beagle-Kanals, der mit seiner Länge von 240 Kilometern (150 Meilen) den riesigen Feuerland-Archipel durchkreuzt. Die beiden Städte Ushuaia in Argentinien und Puerto Williams in Chile liegen am südlichsten Rand der Welt und dienen häufig als Ausgangspunkt für Reisende, die in das Gebiet der Glacier Alley vorstoßen wollen. Wenn Sie auf dem Beagle-Kanal reisen, der viel genutzten Wasserstraße, die es den Schiffen ermöglicht, die unberechenbaren Gewässer von Kap Hoorn zu umfahren, folgen Sie der Route der berühmten HMS Beagle, die den zur damaligen Zeit unbekannten Geologen und Naturforscher Charles Darwin an Bord hatte. Im Kampf mit den rauen Elementen und ohne irgendwelchen Komfort, über den sich heutzutage jeder Reisende freuen kann, wurden diese Seemänner wenigstens mit der atemberaubenden Ansicht der Gletscher belohnt, die einer nach dem anderen auftauchten und sich von den massiven Gebirgszügen und Bergspitzen ins Meer ergossen, z. B. von der schneebedeckten Bergspitze des nach Darwin benannten Bergs. Selbst wenn die Sicht auf Ihrer Reise durch Nebel behindert wird, sind die krachenden Geräusche beim Abgang des blauen Eises in den Kanal oder das Rauschen der Schmelzwasserfälle unüberhörbar. Neben diesen Naturwundern gibt es bei einem Besuch der Glacier Alley auch die Gelegenheit, Pinguinkolonien, Buckelwale und Seehunde zu sehen.