Zu den Zeiten, als europäische Länder Kolonien in aller Welt aufbauten, war der Grund für das Raffen von Territorien stets der gleiche: Reichtümer wie Gold, Silber und Gewürze. Die Franzosen gingen anders vor. Sie schnappten sich, was hübsch war, und gingen daran, den Einheimischen das Backen hervorragender Baguettes beizubringen. Einmal Fuß gefasst, kümmerten sie sich nicht mehr um die Palmen, die Lagunen und die schönen, schroffen Berge, sondern begannen stattdessen überall kleine Versionen von Frankreich zu errichten.
Nouma ist eine französische Stadt mit polynesischen Akzenten, von Meeresbrisen gekühlt und von tellergroßen tropischen Blumen geschmückt. Die Lagunen der Insel verfügen über eines der gesündesten Riffsysteme, die es auf der Erde noch gibt. Dieses UNESCO-Weltkulturerbe beherbergt mehr als 9.000 Fischarten und Meerestiere. Das eingeborene Volk der Kanaken, denen die Franzosen zuerst Kochunterricht gaben, genossen bereits reichlich Fisch, Taro und Kokosnüsse frisch von der Palme. Auch wenn die beiden Kulturen ihre Reibungen hatten, waren sie sich doch in einer Sache einig: In dem schönsten Landstrich, den man finden kann, bleibt man.