Besuchen Sie in Schanghai das Terrakotta-Armee-Museum, eines der bedeutendsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts. Mehr Informationen finden Sie unter Holland America Line.
Schanghai ist eine der größten und am weitesten entwickelten Städte der Welt. Wenn Sie also eine Pause von der modernen Atmosphäre suchen und einen der größten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts bestaunen möchten, empfiehlt sich in Schanghai ein Besuch im Terrakotta-Armee-Museum in Xi'an.
Der Flug nach Xi’an von Schanghai über eine Regionalfluggesellschaft dauert in der Regel einige Stunden. Planen Sie also, früher abzureisen, um den Tag dort bestmöglich auszukosten. Bei der Ankunft in Xi’an sind Touristenbusse oder Taxis (offiziell grün) die beste Möglichkeit, die Anlage zu erreichen.
Im Jahre 1974 stieß eine Gruppe einheimischer Bauern, die in Xi’an einen Brunnen gruben, auf einen seltsamen Anblick, einen lebensgroßen Lehmsoldaten in vollem Kampfornat. Nach Mitteilung an die Behörden eilten die Archäologen an den Ort, sicher, dass etwas Einzigartiges zu entdecken sei. Was sie ausgruben, war eine ganze Armee von tausenden von Terrakotta-Kriegern in militärischer Formation, komplett mit Rüstungen und Bronzewaffen, sowie Tonpferde und Streitwagen. Später fand man heraus, dass die Krieger eigentlich ein Teil der riesigen Grabstätte des ersten Kaisers der Qin-Dynastie, Qin Shi Huang (259–210 v. Chr.), sind.
Qin Shi Huang, bekannt als Chinas erster Kaiser, war der erste, der die einst kriegerischen Staaten zu einem Land zusammenführte. Zu seinen vielen Errungenschaften gehörte die Einrichtung einer zentralisierten Regierung, standardisiertes Geld und die Vergabe von Positionen, die auf Fähigkeit und nicht auf Adel basieren. Qin Shi Huang baute zudem den ersten Teil der Großen Mauer.
Es gibt zwei Theorien darüber, warum der Kaiser sich dafür entschied, eine lebensgroße, künstlich geschaffene Armee mit ihm begraben zu lassen. Eine Vermutung ist, dass Qin Shi Huang böse Geister fürchtete, die ihn im Jenseits erwarteten, und daher den Schutz der Armee benötigte. Die andere Theorie ist, dass Qin Shi Huang seine Macht als so groß empfand, dass er auch im Jenseits regieren würde – und was ist ein Kaiser ohne seine Armee?
Auf einer Fläche von fast 17.000 Quadratmetern unterteilt sich das Museum der Qin-Terrakotta-Krieger und Pferde in drei Abschnitte, die mit den drei primären Ausgrabungen an der Stätte aufeinander abgestimmt sind.
Grube eins ist die größte: In einer riesigen Bogenhalle untergebracht und mit 2.000 Figuren (6.000 sollen hier zu sehen sein), ist die kampfbereite Formation aus Infanterie und Kavallerie zu gleichen Teilen in drei Reihen unterteilt. Waffen, einschließlich bronzener Speere, Schwerter und Äxte, wurden entfernt und befinden sich in einer eigenen Ausstellungshalle. Die Gruben zwei und drei sind kleiner und beherbergen Krieger, Pferde, Befehlsgeräte sowie Bogenschützen. Zwei atemberaubende bronzene Streitwagen mit Pferden sind in einer eigenen Halle neben Grube zwei ausgestellt, die an einem anderen nahegelegenen Ort ausgegraben wurden.
Der gesamte Mausoleumkomplex von Qin Shi Huang umfasst fast 57 Quadratkilometer, und bis heute wurde nur ein kleiner Teil der Anlage freigelegt. Weniger als drei Kilometer von der Terrakotta-Armee entfernt befindet sich das noch nicht ausgegrabene Grab des Kaisers. Berichte aus der Zeit des Kaisers besagen, dass es ganze Paläste, unzählige Edelsteine, Segelschiffe und künstliche Flüsse umfasst, die durch Berge aus Bronze fließen. In diesen Geschichten heißt es jedoch auch, dass die Flüsse aus Quecksilber bestehen, und Tests, die an diesem Ort durchgeführt wurden, haben gefährlich hohe Werte dieses Elements ergeben. Bei ersten Untersuchungen des Grabhügels wurden unterirdische Kammern entdeckt. Allerdings sind alle Ausgrabungen der Grabstätte in vollem Umfang ausgesetzt, bis Archäologen einen Weg finden, um diese hochkomplexe und giftige Stätte zu betreten.
- Es gibt keine zwei Terrakotta-Krieger mit dem gleichen Gesicht – jeder einzelne ist einzigartig.
- Jede Statue wurde detailreich bemalt. Obwohl die meisten heute grau sind, zeigen einige Exemplare noch Überreste ihrer Farbe.
- Rund 700.000 Arbeiter waren am Bau des Grabkomplexes beteiligt. Ein Arbeiteraufstand ein Jahr nach dem Tod des Kaisers beendete das Projekt vorzeitig – Teile blieben unvollendet, wie im Krieger-Museum zu sehen ist.
- Für die Fahrt zwischen dem Krieger-Museum und der Grabstätte stehen Shuttlebusse zur Verfügung.
- Es gibt Audioguides für die Besucher, aber am Eingang des Museums können lokale Reiseleiter gebucht werden, die wesentlich mehr Details über die Anlage vermitteln.
- Es wird empfohlen, die Anlage während des chinesischen Nationalfeiertags (1. bis 7. Oktober) und des Tages der Arbeit (1. bis 3. Mai) zu meiden, da sie oft von Menschenmassen überlaufen ist.
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